"Wir machen keine Biochemie"

Clara Pfaller | Kultur | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

REGIEWETTBEWERB Dieses Wochenende geht der international viel beachtete Ring Award 08 ins Finale. Alexander Charim ist als einziger Österreicher mit dabei.

Es ist ein schmutziges Stück. Über Menschen, denen es schlecht geht, weil sie nicht so leben, wie sie gerne möchten. Es brennt einem unter den Fingernägeln, dieses Stück zu erzählen", begeistert sich der Jungregisseur Alexander Charim über die Oper "Rigoletto" von Giuseppe Verdi, an deren Inszenierung er sich gerade abarbeitet. "Das Stück ist schwarz und zynisch, aber es kann einem vermitteln, dass man die Möglichkeit hat, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen - man hat eine Chance, das zeigt uns Gilda."

Eine Chance hat auch der 26-jährige Charim, und zwar, den Ring Award 08 zu gewinnen. Der Internationale Wettbewerb für Regie und Bühnenbild ist 1997 angetreten, die Oper durch junge Deutungen aus ihrem zuweilen elitären Inseldasein herauszuführen. Der Spezialpreis Ring Award off will experimentellere Zugänge fördern,

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