Die Vereinfachung lebt

Herwig G. Höller | Politik | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

DROGEN Steirische Landespolitiker denken über ein Verbot von Substitol nach. Wichtige Fragen werden dabei nicht gestellt.

Elf Drogentote gab es in diesem Jahr in der Steiermark bereits, in allen Fällen spielte die Ersatzdroge Substitol eine Rolle. Jetzt reicht es dem steirischen Gesundheitslandesrat Helmut Hirt (SPÖ): Vergangene Woche forderte er Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) auf, über ein Verbot von Substitol nachzudenken. Seit 2004 fordern Politiker von FPÖ und BZÖ sowie der Sicherheitssprecher der steirischen ÖVP, Eduard Hamedl, das immer wieder - mit der Begründung, dass es mitunter am Schwarzmarkt lande. Laut Hirt stammt das auf dem steirischen Schwarzmarkt aufgetauchte Drogenersatzmittel ausschließlich aus Wien, wo es viel großzügiger verschrieben werde als in anderen Bundesländern.

Seit 1998 können sich Drogenkranke in Österreich legal Ersatzdrogen verschreiben lassen. Tausende können dadurch einer geregelten Arbeit nachgehen und begehen meistens keine

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