Gewässer mit vier Buchstaben

Wolfgang Kühnelt | Kultur | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

STYRIARTE Die "steirischen Festspiele" geben sich heuer besonders flüssig. Intendant Mathis Huber, Bühnenbildner Rolf Glittenberg und der Komponist Christian Schiller setzen Wassermusik höchst unterschiedlich in Szene.

Christian F. Schiller ist in mancher Hinsicht das genaue Gegenteil des styriarte-Stars Nikolaus Harnoncourt. Schillers Musik wird meist auf Originalinstrumenten aus dem späten 20. und frühen 21. Jahrhundert gespielt, ziemlich viel Elektronik ist da am Werk. Der 1977 geborene Oberösterreicher hat zwar an der Kunstuni in Graz Komposition studiert, pflegt allerdings weit intensiveren Kontakt zur Sub- als zur traditionellen Hochkultur. Während Mozarts "Idomeneo", inszeniert von Nikolaus und Philipp Harnoncourt und mit einem Bühnenbild des Deutschen Rolf Glittenberg, in der Helmut-List-Halle stattfindet, konzipiert Christian Schiller seine "Flussleere" für den wenig glamourösen Platz unter der Hauptbrücke an der Mur.

Was das Publikum am 27. Juli an der Murpromenade erwartet,

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