Wiener Achterbahn

Vorwort | Christoph Hofinger | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

KOMMENTAR Die SPÖ hat aus Wien eine Metropole gemacht. Warum sie trotzdem um die Gunst der Wähler zittern muss.

Vor einem Vierteljahrhundert war Wien eine verschlafene, etwas zu groß angelegte Ansammlung oft sanierungsbedürftiger Häuser am Rande Europas, die sich - nachdem sie um 1900 ja schon einmal die sechstgrößte Stadt der Welt war - fragte, ob sie jemals wieder eine Metropole werden würde.

Und heute? Die in Studien gemessene Gehgeschwindigkeit auf den Straßen Wiens ist höher als in London. Das kaufkraftbereinigte Bruttoregionalprodukt pro Kopf liegt höher als in München und im Großraum Paris. Die Zahl der Unternehmensgründungen hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf jährlich 8300 fast verdoppelt. Fünf Prozent Bevölkerungszuwachs werden bis 2015 erwartet. Aus den ländlichen Regionen ziehen jährlich tausende Bildungswillige nach Wien. Das hat natürlich auch mit dem seit Ende der 80er-Jahre wieder stärkeren Zuzug aus dem Ausland zu tun: Ziemlich genau die Hälfte


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