Ein Mann räumt auf

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

FPÖ Die Freiheitlichen erstarken dank der schwachen großen Koalition. Nun wollen sie erneut das Land erobern - und bedienen sich dabei neuer Methoden.

Che ist tot, ich lebe." Heinz-Christian Strache möchte auch ein Rebell sein. So einer, wie der kubanische Freiheitskämpfer auf der Postkarte, die am Bücherregal hinter dem Schreibtisch des FPÖ-Chefs steht: ein junger Feschak, Kämpfer für die Entrechteten, ein rechter Che Guevara, sozusagen. Auch der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama gefällt dem Blauen. "Das ist ein Mann mit Charisma, ein Politikertyp, der erkannt hat, dass es einen Wandel braucht", ein Typ wie er, meint der FPÖ-Chef.

Che und Obama symbolisieren, wovon Strache am liebsten spricht: von Freiheit, die den Menschen zurückgegeben werden müsse, vom sozialen Elend im Land und davon, dass die arbeitenden Massen "kaum noch Luft zum Atmen kriegen wegen all der Belastungen, die sie ertragen müssen". Es brauche einen neuen Sozialstaat, sagt Strache, allerdings


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