Zur Person

Politik | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

Shirin Ebadi wurde am 21. Juni 1947 in Hamedan, Iran, geboren. 1975 avancierte sie zur ersten Richterin in einem islamischen Land. Mit dem Ziel, die iranische Monarchie, den "Pfauenthron", durch eine Demokratie zu ersetzen, unterstützte sie 1979 die Revolution gegen das Regime von Schah Reza Pahlavi. Wie viele andere ihrer Mitstreiter unterschätzte Ebadi den Machtpolitiker Ayatollah Chomeini, der einen islamischen Gottesstaat installierte. So wurde auch das bis dahin europäisch orientierte Rechtssystem durch die Scharia, die islamische Rechtssprechung, ersetzt. Seither setzt sich die Anwältin auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für die Rechte von Kindern und Frauen im Iran ein. Wegen ihrer "staatsfeindlichen Aktivitäten" wurde Ebadi mehrmals verhaftet. 2003 erhielt die verheiratete Mutter von zwei Kindern als erste Muslima den Friedensnobelpreis. Seither verbringt Ebadi viel Zeit auf Auslandsreisen, um eine internationale Öffentlichkeit für die Unterdrückung der Frauen im Islam herzustellen.


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