Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

Jetzt ist die Meisterin der harten Sommerunterhaltung wieder unterwegs. Elizabeth T. Spira präsentiert die zwölfte Staffel ihrer "Liebesg'schichten und Heiratssachen". "Dabei stellt Spira Menschen auf der Suche nach neuen Beziehungen vor und begleitet sie bei der Partnersuche", so die harmlose Ankündigung auf der ORF-Homepage. Doch jeder, der den erprobten Stil der Filmemacherin kennt, weiß: Das wird was für starke Nerven. Da werden traurige Pensionisten mit Mutterkomplex, heiratswütige Witwen mit Dauerwelle und übriggebliebene Machos mit Kochphobie vorgeführt, die unbedingt jemanden abkriegen wollen. Natürlich kommen auch "Normalos" vor, die noch im grünen Bereich sind, aber selbst die wirken durch bewusst gesetzte Zwischenschnitte - vorzugsweise Nippes und Ramsch in der betreffenden Behausung - oder Ich-schau-tragisch-Großaufnahmen oft lächerlich. Jetzt kann man natürlich sagen, dass die Sendung gute Quoten hat und für manche wirklich eine Partnervermittlung darstellt. Aber mal ehrlich: Die meisten schauen sich die "Liebesg'schichten" doch nur an, um einen guten, alten Sozialporno zu sehen.


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