Kommentar

Ö-Pop-Radioquote: warum nicht?

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

Anfang Juni fand in Wien eine parlamentarische Enquete zum Thema Musik statt. Unter dem hochtrabenden Titel "ZukunftsMusik. Aktuelle Herausforderungen und musikalische Entwicklungsperspektiven in Österreich" trafen sich Kulturschaffende, Standesvertreter und Vertreter der Musikwirtschaft, um die politischen Entscheidungsträger mit diversen Problemlagen zu konfrontieren. Am Ende wurde einmal mehr die Forderung nach einer verpflichtenden Radioquote für österreichische Produktionen laut und vor allem Ö3 - bei der Enquete durch Hörfunkdirektor Willy Mitsche vertreten - als Feindbild identifiziert.

Ein alter Hut, möchte man meinen, wurde darüber doch bereits in den 90er-Jahren diskutiert und gejammert. Exponierten sich damals aber vorrangig beleidigte Alt-Austropopper, die "ihren" Sender Ö3 verloren hatten, so zieht diesmal nahezu die gesamte österreichische Musikszene über alle Genre- und Ideologiegrenzen hinweg an einem Strang; zudem sind die Akteure merklich jünger und weniger


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