Zurück in die Zukunft

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

FILM Das Kino ist die konservativste aller Künste. Das Kino war immer schon innovativ. Zwei Bücher nehmen die Anfänge und die Zukunft des Films ins Visier und legen den Schluss nahe, dass beide Thesen stimmen.

Geht es nach Peter Greenaway, so ist das Kino die konservativste aller Künste. "Streik" von Sergej Eisenstein (1924) sei das erste Meisterwerk der neuen ästhetischen Technologie gewesen; seither habe es in der Kinowelt kaum eine Neuerung gegeben, sodass selbst Martin Scorsese im Grund immer noch den gleichen Film mache wie ein D.W. Griffith 60, 70 Jahre vor ihm.

Greenaways polemischer Befund zum gegenwärtigen Stand des Kinos (zuerst 2006 in Lettre International veröffentlicht) kommt in "Zukunft Kino. The End of the Reel World" die Funktion eines Schlüsseltexts zu. Etliche der 20 anderen Beiträger zu dem von Daniela Kloock herausgegebenen Sammelband über die Transformation des Kinos im Zeitalter seiner Digitalisierung nehmen auf ihn Bezug: der Kameramann Benedict Neuenfels,


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