Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

Julian Opie "Andy Warhol hat dafür noch Kamera und Pinsel betätigen müssen, Julian Opie reichen einige Mausklicks im Computerprogramm Adobe Illustrator: Punkti, Punkti, Strichi, Strichi, im Handumdrehen ist eines der schlichten Porträts fertig, mit denen Opie 2001 die Band Blur auf dem Cover ihrer Best-of-Platte verewigt hat. Auch das Model Kate Moss hat der Künstler schon dergestalt schematisiert. Seit diesen Starporträts schwimmt der 1958 geborene Engländer in der Oberliga des Kunstzirkus mit und war auf der letzten Kunstmesse Art Basel omnipräsent. Das Mak widmet Opie nun eine von der Londoner Lisson Gallery unterstützte Personale, präsentiert ihn aber natürlich als "reinen" und nicht als angewandten Künstler.

Trotz seines großen Erfolgs biedern sich Opies neue Arbeiten dem Publikum ziemlich stark an. Die jüngsten der piktogrammhaften Porträts sind riesig und werden bevorzugt in Leuchtkästen präsentiert. Das Gruppenbild "Esther, Lottie, Hannah and Ginny" hat schon Museumsfassaden


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