Fragen Sie Frau Andrea

Om Dhom Khom

Stadtleben | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

Liebe "Falter"-Redaktion,

eine Frage, die ich mir stelle: Was wurde eigentlich aus Om Dhom Khom? Den vermisse ich schon sehr. Mit freundlichen Grüßen, Ingrid Strauß

Liebe Ingrid,

stellvertretend für die bienenfleißige und in ihren Produktionswaben rotierende Falter-Redaktion werde ich versuchen, Ihre Frage zu beantworten. Als langjährige Wegbegleiterin kenne ich die Geschichte Oms seit Anbeginn, seit langen Jahren korrespondiere ich mit dem quirligen Nepalesen. Zur Erinnerung: Om Dhom Khom war einer ebenso breiten wie qualifizierten Öffentlichkeit als Wettergott bekannt. Der gebürtige Kathmandese kommentierte wöchentlich das Wettergeschehen und lieferte Hintergründe und Analysen aus den Zentren der Wettermacherei. Die Insiderberichte seiner Grabenkämpfe mit Wettergöttern anderer Couleur sind Legion. Aufgrund einer synaptischen Unpässlichkeit beherrschte der sympathische Meteorologie-Kolumnist die Aussprache der österreichischen Landessprache nur fragmentarisch. Das zeigte sich in Sätzen wie "Die iste sön" oder "Blits und Donne sind Pfeffe und Salts von die Himmel - und die Hagel die iste die Ko'iande". Oms Berichte aus der Wettermacherzentrale "Siebter Himmel" waren eigenwillig und konfus, aber eines waren sie nie: langweilig oder profan. Und dennoch passierte eines Tages das "Unossp'eklige". Die Kolumne wurde gekillt. Ein Modistenzirkel hatte zu oft "Sex and the City" geschaut und sich mit einer Kolumne namens "Mädchenzimmer" profiliert. Für den Kathmandesen war kein Platz mehr im Falter. Doch die Hoffnung lebt. Om-Fan Thurnher bastelt mit meiner Hilfe an der Wiederauferstehung Om Dhom Khoms.


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