Dirty Penzing

Florian Obkircher | Stadtleben | aus FALTER 26/08 vom 25.06.2008

SZENE Wo ist noch mal der 14.? Das Minifestival "Penzing Stars" stellt den Randbezirk ins Zentrum. Patricio Canete, 31, kennt Penzing gut. Im Gemeindebau auf der Linzer Straße ist er aufgewachsen, seit drei Jahren wohnt er nun wieder im Wiener Westen. Satt hat er den Bezirk aber noch lange nicht, ganz im Gegenteil. "Hast du gewusst, dass es in Penzing die beste Pizzeria der Stadt gibt? Oder kennst den Trödler Abraham auf der Hütteldorfer Straße? Der hat tonnenweise original 70er-Sonnenbrillen gebunkert und verkauft sie für unglaubliche drei Euro pro Stück", sagt er. Kulturell sieht's im 14. allerdings weniger rosig aus. Vorbei die Zeiten, in denen die Wiener Partyszene ins Reigen gepilgert ist, um hier 1989 die ersten Acid-House-Feste zu feiern. Vorbei die Zeiten der legendären New-Wave-Partys im Morgenrot, wo einst sogar die Boygroup New Kids On The Block nach ihrem Wien-Konzert vorbeigeschaut hat. Da muss was Neues her, findet Canete.

Gemeinsam mit Bernhard Tobola, ebenfalls gebürtiger

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