Die Partei sind wir

Politik | Nina Horaczek und Barbara Tóth | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

SPÖ Wie SPÖ-Chef Werner Faymann und Kanzler Alfred Gusenbauer ihre Genossen auf "Krone"-Kurs brachten - und damit nicht einmal einen Zwergenaufstand unter den Funktionären auslösten.

Wer an der Macht bleiben will, muss heiße Ohren riskieren. Vergangenen Mittwoch bekamen das Alfred Gusenbauer, Werner Faymann und Doris Bures zu spüren. Das neue rote Führungstrio hatte eine lange Telefonliste abzuarbeiten. Ganz oben: der Leiter der parlamentarischen Delegation im Europaparlament, Hannes Swoboda. Danach die eigenen Minister, die roten Landesobleute und die Gewerkschaftsspitzen. Etwas weiter unten der Klubobmann. Sie alle mussten möglichst schnell darüber informiert werden, dass zur offiziellen Linie der SPÖ in Sachen Europa ab sofort auch eine Volksabstimmung über einen geänderten Verfassungsvertrag gehört. Mehr noch: Die Genossen wurden darüber unterrichtet, dass dieser Richtungswechsel noch am gleichen Tag mit einem Leserbrief des Kanzlers und des designierten Parteichefs an


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