Pepi, Gerhard und der kleine Mann

Politik | Sibylle Hamann | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

REPORTAGE Im Stuwerviertel sind jene Wähler zuhause, um die SPÖ und FPÖ kämpfen.

Wenn Renate Fuchsjäger morgens ihr Fotostudio aufsperrt, sind sie stets schon da, zu hunderten. Sie krabbeln die Mauerritzen entlang, die Stiegen zur Eingangstür hinauf und besetzen die gerahmten Schaukästen. Kleine, behaarte grau-orangefarbene Raupen. "Rot werden sie, wenn man draufsteigt", sagt Frau Fuchsjäger und zeigt es kurzentschlossen vor. Ekelhaft sei das jeden Morgen, und bis Mittag sei eh wieder alles voll. Die Hausverwalterin von nebenan wirft einen angewiderten Blick auf das Gewusel. Nein, so eine Sorte Raupen hat sie noch nie gesehen. Die sind neu, auch für die Hausverwalterin, und sie kennt sich aus in der Branche. "Der Baum ist schuld", sagt sie. "Ganz sicher, wer denn sonst? Der gehört weg. Sag ich doch schon die ganze Zeit."

Gut, dass der Bezirksvorsteher gerade an der Ecke steht. Gerhard Kubik heißt der und ist ein langer, drahtiger Kerl, der die Statur für einen Leichtathleten hätte,


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