Die Lichtbringer

Medien | Matthias G. Bernold/ New York | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

INTERNET Die Zukunft der Zeitung soll düster sein. Für kritischen Journalismus gibt es dennoch Hoffnung. Drei Beispiele aus den USA. Brian Storm gibt sich leger. Sein schütteres Haar ist kurzgeschoren, statt Hemd und Krawatte trägt er T-Shirt und abgewetzte Jeans. Gerade bemüht sich der Mittvierziger, die tragbare Festplatte an den Apple im Klassenzimmer 107a anzuschließen. Das ist nicht leicht - die USB-Ports sind schwer zugänglich, weil tief im Kabelsalat des Wandschranks verborgen. Außerdem geht die Klimaanlage nicht. Storm schwitzt und flucht. "Okay", sagt er zu den 14 Studenten, als die Festplatte endlich steckt, "ich zeig euch jetzt ein paar Videos. Dann fragt ihr mich was!"

Brian Storm gilt als Lichtbringer in der düsteren Welt des US-Journalismus. Nicht nur an der Journalismusschule der Columbia-Universität in New York ist der ehemalige Produzent bei MSNBC.com gern gesehen. Auf Storms Multimediageschichten blicken US-Medien mit Neugier und Hoffnung. Noch immer vermögen


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