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Medien | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

Keine Angst vor den Kindern Kaum ein Elternteil weiß stets, was sein Kind am PC macht. Oft laden sich diese aber urheberrechtlich geschütztes Material herunter - also den neuesten Radiohit oder einen aktuellen Kinofilm. Findet die Musikindustrie das heraus, verlangt sie von den Eltern mitunter tausende Euro an Entschädigung: Ein österreichischer Vater kam einer solchen Forderung laut heise.de nicht nach, obwohl seine 17-jährige Tochter 1627 Songs heruntergeladen hatte. Daraufhin wurde er vom Urheberrechtsverwerter LSG geklagt. Und gewann. Der Oberste Gerichtshof befand, dass der Vater nicht damit habe rechnen können, dass seine Tochter das Urheberrecht verletzt. Und da man bei einem durchschnittlichen Erwachsenen keine Download-Kenntnisse voraussetzen könne, sei er auch nicht verpflichtet gewesen, die Internetaktivitäten seiner Tochter zu überwachen. Pfuh. Da werden viele Familien erleichtert ausatmen.

Keine Angst vor dem Handy Finden Sie Telefonieren zu teuer? Wenn ja, dann haben Sie nun einen Verbündeten in der EU-Kommission gefunden. Diese will die Handytelefonate weiter verbilligen. Laut Kommissarin Viviane Reding könnte in den kommenden drei Jahren die Gebühren für Anrufe sogar um 70 Prozent gesenkt werden. Dazu müssten aber die sogenannten "Terminierungsentgelte" deutlich gesenkt werden. Das ist jene Gebühr, die Telefongesellschaften zahlen, wenn einer ihrer Kunden ein fremdes Netz anwählt - also zum Beispiel ein A1-Kunde ein One-Handy anruft. Der dann anfallende Betrag wird national festgeschrieben, innerhalb der Mitgliedsstaaten gibt es aber massive Gebührenunterschiede. Das Zusammenlegen der Netze kostet in Zypern zum Beispiel zwei Cent, in Bulgarien hingegen 18 Cent. Und Österreich ist mit sieben Cent pro Minute vergleichsweise günstig.


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