Aufforderung zur Verschnaufpause

Kultur | Jan Tabor | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

ARCHITEKTUR Das Ronacher wurde neu eröffnet: nach einem pragmatischen und gelungenen Umbau durch Günther Domenig.

Keine Geste ist auch eine Geste. Vor allem dann, wenn man eine enorme Geste erwartet hat, wie es bei dem nun verspätet abgeschlossenen Umbau des Ronacher der Fall war (zur Eröffnungspremiere siehe Seite 64). Von außen kann man den neuen Dachaufbau kaum erblicken, von dem man weiß, dass er aufgrund des ausgeschriebenen Raumprogramms riesig sein muss wie eine kleine Fabrikshalle. Etwas mehr sieht man von der Seilerstätte aus. Von dort erinnert das neue Ding auf dem Dach ein wenig an den würfeligen Dachaufsatz auf dem Kaipalast von Henke/Schreieck am Franz-Joseph-Kai. Aber wirklich nur ein wenig: Beim K47 ist es eine enorme Geste, beim Ronacher keine.

Der erste Eindruck: Das soll alles sein, diese langweilige Glaskiste dort oben hinter der Attika? Das soll Domenig sein? Bei diesem seinem vielleicht - Gott behüte! - letzten Bau: Günther Domenig, der Virtuose der großartigen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige