Nüchtern betrachtet

Wir waren glam, wir hatten Nina Ricci

Kultur | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

Dieser Tage wäre Estée Lauder 100 Jahre alt geworden, wäre sie nicht schon vor vier Jahren gestorben. Estée Lauder hat in Kosmetik gemacht. Dadurch ist sie berühmt geworden, hat viele andere berühmte Personen kennen gelernt und ist noch berühmter geworden. Estée Lauder war aber auch eine Persönlichkeit, wie man so sagt: Ständig hat sie mit Tuben, Töpfchen und mit Bonmots um sich geworfen, die aus "Sex and the City" stammen könnten: "Schönheit ist eine Einstellung"; "Es gibt keine hässlichen Frauen, nur Frauen, die sich nicht um sich kümmern" - solche Sachen. Eine Stilikone war Estée Lauder auch, wie ich jetzt in der Zeitung lesen konnte. Steht dort aber immer. Stilikone. Sicher ist auch DJ Bobo schon mal als Stilikone bezeichnet worden, und die Kronen Zeitung wird Werner Faymann demnächst einen "Visionär" nennen. Bislang hat Estée Lauder - so glaubte ich jedenfalls - in meinem Leben eine eher marginale Rolle gespielt. Für mich war Helena Rubinstein immer wichtiger gewesen


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