"Es war ein Turnier der Frauen"

Daniel Nutz | Wir waren 08 | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

BILANZ Fußball, Kommerz und Frauen im "Männersport": der amerikanische Sozialwissenschaftler und Fußballexperte Andy Markovits über die Euro.

Die Euro war der Hauptgrund, diesen Sommer eine Gastprofessur an der Wiener Webster University anzunehmen, gibt Andy Markovits offen zu. Der in Rumänien geborene und in Wien aufgewachsene Politikwissenschaftler und Soziologe lehrt sonst an der University of Michigan. Mit Publikationen zum Thema "Sport in Industrieländern" machte er sich auch in Europa einen Namen. In seinem zuletzt erschienenen Buch "Querpass" befasst er sich mit Fußball und Politik in den USA und Europa.

Falter: Herr Markovits, waren wir bei der Euro gute Gastgeber?

Andy Markovits: Auf jeden Fall. Ich habe hier tolle Begeisterung erlebt. Die Veranstaltung war perfekt durchorganisiert und herrlich kommerziell! Wann erlebt man es schon in Wien, dass Kaiserstatuen mit Coca-Cola- und Adidas-Bannern verhängt werden?

Das klingt jetzt sehr amerikanisch ...

Aber das ist doch nichts Schlechtes.

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