Lasst es bleiben!

Wir waren 08 | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

STADTLEBEN Es gibt Dinge, die wir nach der Euro vermissen werden. Manches ist zum Glück vorbei.

Am Tag nach der Euro steht Wien noch, Schaufensterscheiben, Straßenlaternen und Schloss Schönbrunn haben's überlebt, die Grünanlagen zwischen Rathaus und Heldenplatz blieben grün. Urinschäden hatten ausgiebige Regenfälle verhindern können. Irgendwer sollte vielleicht am Heldenplatz den Rasen neu ausrollen, aber das drittgrößte Sportereignis hinterließ kaum Kollateralschäden. Trotzdem ist die Euro nicht spurlos an Wien vorübergedribbelt. Also könnte man überlegen, was die Stadt unbedingt behalten soll - und was nicht.

Gute Stimmung

Wir waren Nullacht - und obwohl in den Wochen und Monaten vor der Euro gejammert und gegrantelt wurde ("Wosbrauchmades?"), war mit dem ersten Spiel und dem anfänglichen Erfolg der österreichischen Elf schlagartig gute Stimmung in der Stadt. Wien sah, dass die Stadt nicht nur von raunzenden Gastronomen, sondern auch noch von anderen Volksgruppen bewohnt


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