Hauptsache Minarett?

Stadtleben | Stefan Apfl | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

ISLAM Die austro-bosniakische Architektin und Künstlerin Azra Aksamija erforscht und plant Moscheen. Ein Gespräch über die Häuser Allahs.

Azra Aksamija gehört zu jener Generation junger Forscher, die Mails innerhalb von Minuten beantworten und ein Interview auch mal über Skype führen. Die Grenzen, die sie zwischen Architektur und Kunst zieht, sind fließend. Ihre "tragbare Moschee", simpel gesagt ein Kleid mit Kapuze, hat international für Aufsehen gesorgt.

Falter: Frau Aksamija, was ist eine Moschee?

Azra Aksamija: Es kommt von dem arabischen Wort masdschid. Das ist der Ort des Gebets, des Niederwerfens vor Gott. Laut einer Überlieferung hat der Prophet Mohammed hat gesagt, dass die ganze Welt eine Moschee sein kann.

Im Koran steht nichts darüber, wie eine Moschee aussehen soll. Worauf achtet man denn architektonisch?

Durch die Praxis des Betens haben sich bestimmte Dinge einfach ergeben. So muss der Ort in Richtung Mekka ausgerichtet und sauber sein. Ob man auf einem Teppich oder


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