Karneval des Sinns

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

REGIONALE III Mit "Suche Bauplatz für Moschee" hat Johannes Porsch der regionale ihr strengstes Projekt geschenkt.

Am Anfang war der Satz: "Suche Bauplatz für Moschee". Es ist ein Satz, der, wie von selbst, eine ganze Fülle unterschiedlicher Assoziationen auslöst: aufgebrachte Bürger, besorgte Bischöfe, blau-orange Agitatoren, zynische Boulevard-Medien, Telfs, Minarette, Multikulturalismus, Hassprediger. Und weil das so ist, weil dieser Satz ein "performativer" Satz ist, der ein "imaginäres Setting" aufreißt, wie Johannes Porsch weiß, steht er auch im Zentrum des Projekts, das der in Wien lebende Architekt, Kurator und Mediengestalter für die regionale erdacht hat.

Und eigentlich ist der Satz auch schon das Projekt. Nur um ihm eine gewisse Dauer zu verleihen, einen Raum, hat Porsch sich entschlossen, diesen Satz ein wenig zu vertiefen. Er wird daher während des Festivals als Annonce in verschiedenen Regionalzeitungen auftauchen und auf Plakatwänden, jeweils minimalistisch mit


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