Kunst kurz

Wille und Vorstellung

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

Das Auffallendste an Denkmälern ist nämlich, dass man sie nicht bemerkt." Um Robert Musils bekanntem Urteil zu entgehen, reicht es paradoxerweise nicht, immer auffälligere Zeichensetzungen in der Landschaft zu verteilen. Wollen Denkmäler tatsächlich Erinnerungen oder Eingedenken anstoßen, müssen sie vielmehr flexibel werden und sich permanent aktuellen Diskussionen und Sichtweisen anpassen können. So verfährt auch der prämierte Entwurf von Helmut und Johanna Kandl anlässlich des vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark ausgeschriebenen internationalen künstlerischen Wettbewerbs zur Konzeption und Umsetzung eines Denkzeichens auf dem Areal des ehemaligen KZ-Außenlagers von Mauthausen in Aflenz bei Leibnitz, der gemeinsam mit den Konkurrenzentwürfen (bis 24.8.) im Untergeschoß des Grazer Künstlerhauses ausgestellt ist: Der einzige weithin sichtbare Überrest des Schreckensortes, die Ruine des Wächterhauses, wird konserviert und mit einem Bildschirm ausgestattet,


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