Steirerbrauch

Stadtleben | aus FALTER 27/08 vom 02.07.2008

DÜNNPFIFF Es war, wie der Max das Pfeiferl verschluckt hat. Hat wissen wollen, wie das ist, wenn einmal der Körper die Musik macht. Ganz ohne Denken! Aber wie das Silberpfeiferl schwer auf der Zunge gelegen ist, sind auch die Bedenken schwer geworden. Erst wie dann plötzlich feine Töne, ganz hoch, ganz von allein aus dem Ohr und der Nase geschlichen sind, war die Neugier wieder stark. Mit einem Glaserl Wein hat er's runterspülen wollen. Endstation Speiseröhre, knallrot der Max und im Hals ein feuchtes Rasseln. Da hat er gedacht, die Welt ist aus für ihn. Drei Glaserln hat es braucht, und das Pfeiferl hat nachgegeben. Da hat die Körpermusik erst richtig angefangen. Ein dumpfes Gurgeln, ein saures Säuseln, ein perestaltisches Pochen, Darm-Dur! Weh auch. Schade, dass das finale Crescendo am Häusel niemand gehört hat. T.W.


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