Die Basis für das Lager

Herwig Höller | Politik | aus FALTER 28/08 vom 09.07.2008

POLITISCHES BUCH Ein britischer Rechtprofessor enthüllt, wie Guantanamo erdacht wurde.

Die Bewältigung der Ära George W. Bush geht weiter. Ende Juni hatte sich der Streitkräfteausschuss des US-Senats mit jenen "aggressiven Verhörtechniken" in Guantánamo beschäftigt, die in den Jahren 2002 und 2003 praktiziert worden waren. Bei ihrer Befragung von beteiligten Juristen fanden vor allem demokratische Senatoren deutliche Worte der Abscheu. Keine Rede jedoch von internationaler Strafverfolgung oder gar "Kriegsverbrechen". Genau darauf könnte es aber hinauslaufen - zumindest legt das die investigative Reportage "Torture Team" nahe, die der Londoner Rechtsprofessor und Menschenrechtsanwalt Philippe Sands kürzlich über die Hintergründe von Guantánamo vorgelegt hat.

Anderthalb Jahre hat Sands recherchiert und alle Rechtsberater der US-Regierung getroffen, deren Expertisen Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am 2. Dezember 2002 zur Befürwortung von Folter im kubanischen Lager veranlassten.

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