Presseschau

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 28/08 vom 09.07.2008

Die diversen Medien-Branchenblätter sind so etwas wie die Ganze Woche, die sich die Omas beim Einkaufen aufs Kassenband legen, nur für Journalisten. Da kennt man (fast) alle und erfährt ohne großen Rechercheaufwand den Tratsch aus der kleinen Journo-Welt. Da gibt es zum Beispiel den Extradienst aus dem Hause Mucha, den manche Journalisten schon so gerne mögen, dass man glauben könnte, sie verwechseln ihn mit ihrem Familienalbum. Diesen Monat ist zum Beispiel Sommerzeit im Extradienst. Da sieht man dann den prominenten PR-Mann splitternackt in Jesus-am-Kreuz-Pose am Sandstrand - aber das zumindest nur von hinten (Name des Betroffenen ist um wohlfeile acht Euro im ausgewählten Zeitschriftenhandel zu erfahren), den Kurier-Chefredakteur im Feriendomizil am Bisamberg bis zum Hals im grün gefärbten Natursee und den trend- und profil-Herausgeber sommerlich geschmückt mit rotem Bandana im Haar. Wie schön, dass wir so eine kleine Jobfamilie ohne Berührungsängste sind - aber ganz ehrlich: Will irgendjemand so etwas wirklich sehen?


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