Fernsehen

Medien | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 28/08 vom 09.07.2008

Sarah Wiener, Markus Rogan und Sharon Stone hatten wohl keine Lust. Und Marika Lichter wurde vielleicht ausnahmsweise einmal nicht gefragt. Deshalb zeigt das österreichische Staatsfernsehen nun, wie eine schöne Szeneköchin vom Yppenplatz, ein unbekannter Snowboarder, ein schwuler Visagist und eine Schweizer Tanzschiedsrichterin in acht Wochen den Privatpilotenschein machen ("Die Überflieger", Fr, 21.10, ORF 1). Hauptproblem der neuen Dokusoap: Nach gefühlten hundert Staffeln "Dancing Stars" werden die "Stars" langsam knapp. Den Charismabomben Denise Amann, Benjamin Karl, Gery Keszler und Nicole Burns-Hansen - wer, fragen Sie sich zurecht! - beim Fliegenlernen zuzuschauen, ist jetzt nicht so irre aufregend. Immerhin reißen die Fluglehreroriginale ein wenig das Unterhaltungsruder herum. Selten hat man den Ösi-Jetset so relaxed gesehen. Man könnte auch sagen: gelangweilt. RTL 2 würde die Show nach der ersten Folge absetzen. Der ORF sollte wenigstens die Tonspur reparieren - streckenweise bleibt das belanglose Geplauder der Überflieger ziemlich unverständlich. Unterirdisch.


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