Au! Ein Garten!

Stadtleben | Sibylle Hamann | aus FALTER 28/08 vom 09.07.2008

Park Im Augarten tobt ein Kampf um den öffentlichen Raum. Neue Formen der Bürgerbeteiligung werden erprobt. Manchmal spielen Engel mit.

Um das Mieder am Rücken zusammenzuschnüren, ist es am besten, wenn einem jemand hilft. Aber sonst sei das gar nicht so schwierig mit der Barocksilhouette: "Taille braucht man gar keine haben, Hauptsache, es gibt ein bisserl Substanz zum Hinauf- und Hinunterschieben." Der Hut wird mit Haarnadeln festgesteckt, die Seidenblumengirlanden mit Sicherheitsnadeln. Nur wenn ein besonderes Sonnenschirmchen zum Einsatz kommt, muss sich Raja Schwahn-Reichmann zu dem wackeligen Berg von Zeug hinaufturnen, der oben auf ihrem Kleiderschrank liegt.

Sich für eine Demo anzuziehen war schon mal einfacher. Aber Raja Schwahn-Reichmann ist eben kein Punk. Sie geht nicht für die antiimperialistische Koordination demonstrieren, sondern für das josefinische Erlustigungskomitee. Da schaut man in den Spiegel, bevor man das Haus verlässt, und achtet drauf, dass der Protest was


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