Tier der Woche

Das muss weg (III)

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 28/08 vom 09.07.2008

In der diesjährigen Sommerserie wird der Frage nachgegangen, welche Tiere man hasst, eklig findet oder welchen man zumindest nie begegnen will. Passend dazu hat sich nun der frühere Salzburger Landeshauptmannstellvertreter Wolfgang Radlegger eingeschaltet und in einem Interview seinen Hassgefühlen gegenüber dem Neo-SPÖ-Chef Werner Faymann freien Lauf gelassen: "Aalglatt ist der falsche Ausdruck. Gegen diesen Typus von Politiker greift sich ein Aal rauer an." Da stellt sich nun die Frage, wieso die Eigenschaft der Glätte, von der eine ganze Rasiermittelindustrie ausgezeichnet lebt, plötzlich so negativ besetzt ist. Sind schroffe, stachelige, struppige Politiker und sonstige Lebewesen liebenswerter? Ist der Aal an sich überhaupt für eine Beschimpfung geeignet? Im Internet hat sich der Begriff "Aal-Prinzip" als ironische Umschreibung für die Web-2.0-Methode des sogenannten user generated contents etabliert und ist das Akronym für "andere arbeiten lassen". Das passt jedenfalls nicht


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