Nur mit der Ruhe

Vorwort | Barbara Tóth | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

KOMMENTAR Die FPÖ wird wahrscheinlich Teil einer nächsten Regierung sein. Na und?

Diese Festlegung gehört zur Folklore eines jeden beginnenden Wahlkampfs. Mit der FPÖ koalieren? Sicher nicht. "Eine Koalition mit der FPÖ ist unmöglich", sagt der designierte rote Parteichef Werner Faymann, "da käme es in der SPÖ zu einer Spaltung. Und ich wäre bei denen, die sich abspalten." Sein Hauptkonkurrent im Kampf um den Kanzlersessel Wilhelm Molterer formuliert es etwas vorsichtiger: "Wer Europa infrage stellt, kann kein Partner sein."

Inzwischen gibt es aus beiden Parteien auch moderatere Töne zur K-Frage, der Koalitionsfrage, die auf typisch österreichische Art den hektisch begonnenen Wahlkampf dominiert. Inhalte, Programme, Ideen? Die spielen vorerst keine Rolle. Lieber wird mit dem politischen Malkasten gepinselt und über mögliche Bündnisse spekuliert.

Dennoch ist es gut, dass SPÖ wie ÖVP in machtpolitischen Alternativen abseits der großen Koalition denken. Nicht nur, weil der Wert


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