Bienenkapitalismus

Vorwort | Christian Felber | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

KOMMENTAR Das EU-Parlament möchte Heuschrecken an die Leine nehmen. Die Kommission sträubt sich.

Die Opferliste von Private-Equity-Fonds - Unternehmensbeteiligungsgesellschaften, die hohe Renditen lieben - wächst. Permira, der neue Eigentümer von Hugo Boss, fordert heuer eine Ausschüttung von 450 Millionen Euro - bei einem Jahresgewinn von 154 Millionen. Auch ProSieben.Sat1 muss das Dreifache des Jahresgewinns an die Fondseigentümer abliefern und dafür noch Schulden aufnehmen. Der Sanitärhersteller Grohe wurde von durstigen Fonds "saniert": Tausende Beschäftigte mussten gehen, das Eigenkapital wurde von 55 auf 1,6 Prozent abgepumpt. Die Berliner Zeitung erzielte im Vorjahr eine Rendite von 14 Prozent. Heuer fordert der neue britische Eigentümer 18 bis 20 Prozent. Permira und CVC strichen nach Übernahme des Automobilclubs AA mehr als 3000 Arbeitsplätze, Bawag-Eigentümer Cerberus schloss beim Schulbushersteller Blue Bird das kanadische Werk und bei der Supermarktkette Albertsons


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