Die zweite Reihe

Politik | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

Wer aus der FPÖ bei einer Regierungsbeteiligung mitmischen könnte

Andreas Mölzer

Einst veröffentlichte er "Jörg, der Eisbrecher", nun knallt der EU-Parlamentarier Strache aufs Cover und schreibt "Neue Männer braucht das Land". Netzwerker der europäischen Rechten vom Vlaams Belang bis zur NPD.

Martin Graf

Dieser Mann ist Retro: Er bekennt sich zur "deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft", kritisiert das NS-Verbotsgesetz und ist begeisterter Burschenschafter. Gute Voraussetzungen für einen FPÖ-Ministerkandidaten.

Harald Vilimsky

Der FPÖ-Generalsekretär hat schon Preise abgeräumt: Seine seltsame Wortneuschöpfung einer "Negativzuwanderung" wurde zum "Unwort des Jahres" gewählt. Gilt als eisener Vertreter der Law & Order-Front.

Barbara Rosenkranz

Für die niederösterreichische FPÖ-Landesrätin ist Asylmissbrauch "nicht die Ausnahme, sondern die Regel". Darf laut Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte als "Kellernazi" bezeichnet werden.

Lutz Weinzinger

Der oberösterreichische FPÖ-Chef ist gegen Englischunterricht für Volksschüler, nennt Asylwerberheime "Trainingsstrecken für Handtaschendiebe" und meint, eine gute Frau kriegt zumindest drei Kinder.

Herbert Kickl

Straches Haus- und Hof-Dichter. Der FPÖ-Generalsekretär reimte "Daham statt Islam" und "Pummerin statt Muezzin". Einziger Nachteil: Keinerlei Burschenschafter-Schmisse und niedriger Neonazi-Fakor.

Johann Gudenus

Freiheitliche Jugendhoffnung mit skurrilen Ideen wie der Kondomsteuer zur Hebung der Geburtenrate. Kämpft für die Zukunft seiner "deutschen Heimat" und wettert gerne gegen die drohende "Umvolkung" im Land.

Harald Stefan

Der Notar, Oberstleutnant und FPÖ-Politiker in Wien kämpft gegen Subventionen für das "Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands" und für die Ehre des NS-Fliegermajors Walter Nowotny.


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