Knecht

Wittgenstein war auch ein Spießer

Politik | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

Der Xaver ruft mich aus Xi an, sagt, er weiß echt nicht, was ich immer für ein Problem mit der Spießerei habe. Das sei ja langsam geisteskrank, diese Verspießerungsbesessenheit. Aso. Na ja. Okay: Dann leite ich daraus einmal ab, dass Verspießerung eine Sache des Blickwinkels ist. Denn das habe ja wohl mit Spießerei nichts zu tun, dass man sich über eine Hütte und eine Natur drum herum freut, sagt der Xaver. Dann sei er ja auch ein Spießer.

Und das ist der Xaver nun verlässlich nicht; und hat eigentlich Recht. Es ist einfach ein hübsches, einfaches Leben, da am Land. Man läuft den ganzen Tag in würdeloser Kleidung herum, ist freundlich zu den Nachbarn, füttert Tiere und richtet den Blick und die Spitzhacke in die Natur. Und den Kindern ist nie fad.

Abends grillt man im eigenen oder im Garten der Horwaths, die ihre Wochenendhütte (mittlerweile, dank etwas Anlegerglück und den nimmermüden Pratzen des Horwath, ein Wochenendgut) im gleichen Kaff haben. Am Samstagabend beschließen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige