Kommentar

Wieviel Kabarett braucht die Stadt?

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

Seit eineinhalb Jahren ist das Vindobona am Wallensteinplatz geschlossen. Ganz ehrlich: Haben Sie es vermisst? Scherz beiseite: Natürlich ist es gut und richtig, wenn das Kulturamt sich darum bemüht, dass im Vindobona wieder Kabarett - oder was auch immer - gespielt werden kann (siehe dazu auch den Artikel auf Seite 53). Wenn das nicht passiert, wären die 1,35 Millionen Euro, die die Stadt in den Umbau des Theaters investiert hat, nämlich schlecht angelegt gewesen. Mit Simpl-Geschäftsführer Albert Schmidleitner gibt es jetzt einen seriösen Interessenten, der sich die Fertigstellung der Renovierungsruine Vindobona eine gute Million kosten lassen würde. Doch damit nicht genug. Eine Gruppe um Fritz Aumayr möchte im 18. Bezirk eine neue Kabarettbühne eröffnen. Unter uns: Brauch ma des?

Der Bauboom in der Kabarettbranche wirkt auf den ersten Blick tatsächlich anachronistisch. Die fetten Jahre sind vorbei, altehrwürdige Kabarettbühnen wie die Kulisse oder das Spektakel kämpfen seit


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