"Kunst ist eine Erfindung"

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

THEORIE Der französische Philosoph Jacques Rancière gilt als maßgeblicher Denker der Gegenwart. Friedrich Schiller liegt dem aufrechten 68er ebenso am Herzen wie die neueste Kunst. Ein Gespräch über den Pariser Mai, Mao und die heilige Katharina von Siena.

Das amerikanische Kunstmagazin Artforum widmete Jacques Rancière im März letzten Jahres die Titelgeschichte. Im April diesen Jahres fand im Österreichischen Filmmuseum ein Symposium über seine filmtheoretischen Schriften statt. "Ich fürchte, ich bin nicht der Erste, der über Rancière spricht", entschuldigte sich unlängst der Philosoph Oliver Marchart bei seinem Vortrag in der Akademie der bildenden Künste, wo er sich als Nachfolger von Peter Sloterdijk bewarb. Kaum einer der zehn Bewerber kam umhin, seine Vorstellungen über ein zeitgemäßes ästhetisches Denken mit Verweisen auf die Schriften des französischen Philosophen zu formulieren. Film, Musik, Literatur, Theater, Malerei: Rancières Interessen sind programmatisch


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