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Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

KABARETT Neues vom Kabarettimmobilienmarkt: Für das geschlossene Vindobona gibt es wieder Hoffnung. Und in der Gentzgasse soll eine neue Bühne entstehen.

Wolfgang Gratzl hat alles verloren. Sein Theater, seine Frau, sein Geld. Das Theater hat Konkurs gemacht, die Frau hat ihn verlassen, das Geld ist weg. Gratzl hat keinen Job, rund eine Million Euro Schulden und lebt bei seiner Mutter. Nur sein Stolz ist ihm geblieben. "Ich habe nichts falsch gemacht", sagt er trotzig. "Man hätte es nicht besser machen können." Das kann man auch anders sehen, und die meisten außer Gratzl tun das auch.

Der 46-jährige Wiener, der seit 1998 die Kabarettbühne Vindobona am Wallensteinplatz geleitet hatte, hat sich mit einem ehrgeizigen Umbauprojekt schwer übernommen. Das abgewohnte Theater sollte nicht nur saniert, sondern in großem Stil adaptiert werden. Um den Fassungsraum zu erhöhen, wurde im großen Saal ein Balkon eingezogen, darüber hinaus waren die Einrichtung einer zweiten, kleineren Bühne


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