Folklore 2.0

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

MUSIK Die Stimmen der schwarzen Karibik: Die Umalali-Sängerinnen aus Belize stellen beim Festival Glatt & Verkehrt in Krems die wunderbare Musik der Garifuna vor.

Alles begann mit einem Schiffbruch. Der gängigsten Theorie zufolge geht die Entstehung des mittelamerikanischen Garifuna-Volkes auf das Sinken zweier Schiffe bei St. Vincent im Jahr 1635 zurück. Die meisten der an Bord befindlichen westafrikanischen Sklaven erreichten das Eiland lebend und vermischten sich mit den einheimischen Inselkariben. Die beiden Ethnien verschmolzen und wurden zu Garifuna, einem kleinen afro-karibischen Mischvolk, das sich trotz wechselhafter Geschichte, massiver Dezimierung durch die Engländer im Karibenkrieg und mehrfacher Umsiedlungen trotzig als schwarz und frei behauptet hat.

Von den etwa 100.000 Garifuna leben heute die meisten in Belize. Dort machen sie zwar gerade einmal sieben Prozent der Bevölkerung aus, dennoch gelten sie als Aushängeschilder des Karibik-Staates. Zu danken ist das der Macht

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