Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

Mamma Mia! Eine griechische Insel ist Schauplatz dieses Filmmusicals, das wie die ihm zugrunde liegende Bühnenversion auf einer einzigen Idee beruht: dem Einsatz von Songs der Gruppe ABBA. Angeblich sehen täglich 17.000 Leute weltweit "Mamma Mia!" am Theater. Der gleichnamige Film von Phyllida Lloyd soll jetzt wohl den Rest der Menschheit beglücken: Mit einer Geschichte, die der Rede kaum wert, und einem handwerklichen Untalent, diese zu erzählen, das schlicht zum Krenreiben ist. Donna nämlich, die junge Heldin, hat sich dazu verstiegen, ohne Wissen ihrer Mutter (Meryl Streep) deren ehemalige Liebhaber (Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellen Skarsgard) zu ihrer Hochzeit auf das Inselparadies einzuladen. Das erzählt Donna zuerst ihren zwei besten Freundinnen. Dann erzählt sie es den drei Herren, von denen jeder ihr Erzeuger sein könnte. Und als schließlich Muttern ihre kleine Intrige durchschaut, hören wir das Ganze noch ein drittes Mal. Dagegen ist "Der Bulle von Tölz" echtes Kunstfilmprogramm!


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