Sima wieder gut


Florian Klenk
Stadtleben | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

TIERE Umweltstadträtin Ulli Sima schafft es, das Hundekotproblem zu lösen. Dafür hat sie die Wiener Seele studiert.

Umweltstadträtin Ulli Sima verdient das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Stadt Wien. Wie keine andere Stadtpolitikerin zeigt sie vor, dass das Hundekotproblem gelöst werden kann - mit Witz und Intelligenz. Die Stadt ist weniger verdreckt als noch vor zwei Jahren. In Zeitungen posieren Simas Hundepolizisten mit Strafzettel und grimmigem Blick - und der Volksaufstand, den das Rathaus stets fürchtete, bleibt aus. Im Gegenteil, Sima schärft ihr Profil als mutige Politikerin, die sich mit Humor, aber konsequent mit der gefürchteten Allianz aus Hundebesitzern und ihrer Kronen Zeitung anlegt.

Wie war das möglich, wo doch der allmächtige Helmut Zilk vor dem Hundekot kapitulierte? Sima hat die Seele der hundehaltenden Wiener erforscht. Da ist einmal der Spruch: "Nimm ein Sackerl für mein Gackerl." Es war die vom Wiener Dialekt gefärbte Babyfäkalsprache, das Vokabular

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