Vorwort

Warnen und Täuschen

Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

Der Sommer ist bekanntlich die steirischste aller Jahreszeiten. Wer sich im hitzeflirrenden Mittag über den weichen Asphalt der Landeshauptstadt schleppt oder durch die leergefegte Fußgängerzone einer beliebigen Bezirkshauptstadt, erahnt dort - anders als das die Touristiker gerne in ihren Drucksorten behaupten - entschieden mehr vom hiesigen Lebensgefühl als, sagen wir, jemand, der sich in einer der Buschenschanken der steirischen "Toscana", im kühlen Schatten einer Linde, einen weißen Spritzer kommen lässt. 32 Grad im Schatten, die Herrengasse klebt am Schuh, die Zeit zieht sich. Gestern, heute, morgen - alles eins. So ist das wahre Steirerleben.

Herberstein zum Beispiel. Die Urteile sind in erster Instanz gefällt, doch die Sache ist nicht ausgestanden. Denn gerade in Bezug auf den politischen Aspekt der Affäre bleibt vorerst alles beim Alten. Die Worte der Alt-Landespolitiker im Gerichtssaal hallen noch nach - vom "steirischen Brauch" der freihändigen Fördervergabe, vom Landesrat,


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