Einer von sechstausendvierhundert

Kultur | Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 29/08 vom 16.07.2008

STYRIARTE Karten für "Idomeneo" waren für Normalsterbliche in etwa so schwer zu bekommen wie für das Finale der Fußball-EM. Wie aber ist es, einer der wenigen Glücklichen zu sein?

Es ist 18.45 Uhr; und vor der Helmut-List-Halle fahren die Limousinen vor. Fast scheint es, als wären Audi, BMW und Mercedes heuer inoffizielle Sponsoren der styriarte. Zwei Berufschauffeure begrüßen sich herzlich. Der eine gratuliert dem anderen zum prächtigen fahrenden Untersatz. "Net amal, wenn i das Geld dafür hätt, tät i ma den kaufen!", entgegnet der Angesprochene trocken. Der erste Prominente, der uns über den Weg läuft, ist Österreichs nationaler Fußballpräsident Friedrich Stickler. Er schaut in etwa so hoffnungsvoll, als würde ein Match seiner Truppe gegen Spanien anstehen. Stickler eilt weiter in Richtung VIP-Zelt. Eine kleinformatige Tageszeitung hat gerufen, und neben dem ÖFB-Chef sind auch Oscar-Preisträger Stefan Ruzowitzky und Schoko-König Josef Zotter gekommen. Ist man hingegen


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