An der kurzen Leine

Politik | Gerlinde Pölsler | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

STADTPARK Aggressive Jugendliche, Drogendealer und Vandalismus: Die Grazer würden sich nicht mehr in ihren Stadtpark trauen, schlagen FPÖ und BZÖ, „Krone“ und Gratiszeitungen Alarm. Der schönste der Grazer Parks ist ein Lehrbeispiel dafür, wie das Schüren von Ängsten zur Eskalation beitragen kann.

Stolz schaut das kleine Mädchen um sich und kontrolliert, ob es wohl auch alle bewundern. Es dreht auf einem Einrad Runden um den Stadtparkbrunnen, mühelos, die Arme gerade von sich gestreckt. Eine Jugendliche springt in den Brunnen und pritschelt mit zwei Freundinnen unter den Fontänen, die die steinernen Ungeheuer ausspucken. Ein kleiner schwarzer Hund versucht mit einem viel größeren zu kopulieren. Die Hündin läuft desinteressiert weiter, das Männchen mit sich ziehend. Dann jagt auch noch ein Dritter dem seltsamen Gespann bellend hinterher. In der Wiese zwischen Brunnen und Forum Stadtpark lagern Gruppen von Jugendlichen. Hinter der Idylle am Brunnen fährt im Schritttempo


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