Kunst kurz

Bild und Wort

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

Spätestens seit Gerhard Richters Farb-Permutationen wissen wir, dass auch Farbmustertafeln über gewisse ästhetische Qualitäten verfügen. Die japanische, in Düsseldorf arbeitende Künstlerin Keiko Sadakane macht in ihrer Ausstellung bei Eugen Lendl (bis 24.8.) hier weiter. Es hat was für sich, das Material, aus dem sich Malerei zusammensetzt, auseinanderdividierend von den Lasten jeglicher Semantik zu befreien. Erlösend im Sinne zen-meditativer Entleerung ist das jedenfalls. Farbton hängt dann neben Farbton, auf in Form und Größe gleichen Trägern, die sich bisweilen zu allseitig bemalten Würfeln auswachsen. Doch so einfach ist die Sache nicht, bilden doch jeweils bestimmte, recht disparat den Farben zugedachte Begriffe eine weniger leicht verdauliche Beilage. Der Experte für japanische Kunst Alexander Hofmann weiß im Katalog Bescheid: „Farbe und Begriff; Bild und Wort konfigurieren im Zusammenspiel mit dem sie umgebenden Raum visuelle Sprach-Skulpturen, die zugleich emotional


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