Ich glaube an den Vater

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Über Leider-nein-Vaterschaften, mediale Vernichtungsfeldzüge und andere politische Glaubensfragen.

Es ist ein schönes Land. Die Lebensumstände sind tadellos. Leider ist die Presse verrückt, und die Politik ist von ihr infiziert. Bei den betroffenen Eliten merkt man eine leichte, ansteigende Verzweiflung über die Zustände. Der Generalsekretär der ÖVP zum Beispiel beklagt einen „Vernichtungsfeldzug der Kronen Zeitung“ gegen seine Partei. Als hätten nicht im Dienst seiner Partei gerade ein paar Medien einen Vernichtungsfeldzug gegen den Bundeskanzler geführt. So vernichten sie einander alle Tage, und am Ende bleibt nichts mehr von ihnen übrig.

Die Asylverschärfer der ÖVP zum Beispiel berufen sich auf den Rechtsstaat. Zugleich hat der Vorgänger Frau Fekters frisch und unbekümmert das Recht gebrochen, als es darum ging, eine von Abschiebung bedrohte Familie zu diskreditieren, die Zogajs (Seite 12). Sie greifen in den Dreck und rufen nach mehr Sauberkeit.


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