Der gute Populist

Werner A. Perger | Politik | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

USA Barack Obama spricht diese Woche in Berlin. Von ihm können Europas Linke Volksnähe lernen.Eine Erkundung in Washington.

Das Unbehagen der deutschen Kanzlerin Angela Merkel über den Besuch Barack Obamas in Berlin hat den Amerikaner nicht aufhalten können. Der Mann, der mit dem radikalen rechten Spuk im Weißen Haus und im Kongress Schluss machen will, kommt entgegen aller Bedenken der Mecklenburgerin, und er wird reden. Er hat eine Botschaft, die vom Wandel handeln wird, von einer Verbesserung der Verhältnisse in Amerika und einer friedlicheren Welt: Veränderung ist möglich. Oder wie sein Wahlkampfrefrain lautet: Yes, we can! Und wenn alles gutgeht, dann wird dieser Hoffnungsträger einer neuen transatlantischen Generation später bald wieder anreisen. Als Präsident. Dann wird Merkel sich darum reißen, mit ihm aufs Foto zu kommen.

Die deutsche Kanzlerin wird Obama aber auch jetzt schon, trotz des von ihr ausgelösten Heckmeck um die Begleitumstände seine Berliner Rede, im Kanzleramt

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