Mein Geld schmilzt!

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

ÖKONOMIE Die Inflation macht Angst und Schlagzeilen. Wie kommt es dazu und wer ist schuld daran?

Alexandra Beisteiner weiß jedes Monat schon ein paar Tage früher, ob es im österreichischen Preisgefüge kracht. In welchen Regalen die Inflationstreiber liegen und was als Schnäppchen zu werten ist. In ihrem kleinen Büro im Hauptgebäude der Statistik Austria in Wien Simmering laufen all jene Informationen zusammen, die am Ende Schlagzeilen wie diese ergeben: „Höchste Teuerung seit mehr als 15 Jahren“ (Kurier), „Rekord-Inflation: Jeder zahlt 1.700 Euro mehr !“ (Österreich) oder „Politik versagt gegen Teuerung!“ (Kronen Zeitung).

Beisteiner – eine Mittdreißigerin in Jeansrock und weißem Kapuzenpulli – ist für die Berechnung des monatlichen Verbraucherpreisindex verantwortlich. Der misst, um wieviel Prozent die Preise im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind. 39.200 Posten werden pro Monat in 4200 Geschäften in zwanzig Städten erhoben und nach einem speziellen Schlüssel


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