Mitgehangen, mitgefangen

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

JUSTIZ Warum alle zehn Tierschützer weiter in Untersuchungshaft bleiben.

Tatbegehungsgefahr und Verdunkelungsgefahr. Das sind die Gründe, weshalb das Oberlandesgericht Wien nun die Untersuchungshaft für zehn inhaftierte Tierschützer verlängert. Am 21. Mai wurden zehn Tierrechtsaktivisten, darunter Mitarbeiter des Vereins gegen Tierfabriken, der Basisgruppe Tierrechte und der Kampagnenleiter der Vier Pfoten verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, eine kriminelle Organisation gebildet zu haben, die schwere Sachbeschädigung und Nötigung begangen haben soll mit dem Ziel, „erheblichen Einfluss auf Wirtschaft und Politik auszuüben“.

Bei manchen der Verhafteten finden sich mittlerweile Indizien, dass sie an Tierschützeranschlägen beteiligt gewesen sein könnten. So fand die Polizei in der Wohnung eines Verdächtigen einen Zettel mit den Wohnadressen der beiden Kleider-Bauer-Eigentümer, gegen die seit Jahren demonstriert wird, weil die Textilkette sich weigert, aus dem Pelzverkauf auszusteigen.


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