Presseschau

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

Das war ein kurzer Beginn einer Freundschaft mit einem, so scheint es sich bereits anzukündigen, langen Ende. Vorige Woche wurde noch spekuliert, ob der ehemalige SPÖ-Spitzenkandidat und nun hauptberufliche EU-Rebell Hans-Peter Martin und der Tiroler Rebell Fritz Dinkhauser gemeinsam kandidieren. Nichts wurde daraus. Außer, dass Martin anscheinend schon jetzt gegen Dinkhausers Liste „Fritz“ zündelt. In seinem Krone-Gastkommentar erklärt der EU-Abgeordnete dem erfolgreichen Tiroler zumindest schon, wie man es richtig macht: „Wie kann man etwa Mitglied einer herkömmlichen Partei sein – und gleichzeitig in einer Bürgerliste?“ Denn: „Man stelle sich vor, es käme zu einer Regierungsbeteiligung: Verhandelt da das ÖVP-Mitglied Dinkhauser mit der ÖVP-Spitze oder der Bürger Fritz?“ Und noch ein Rat: „Eine Bürgerliste darf nicht der Wurmfortsatz der Etablierten sein.“ Wenn Dinkhauser nicht gegen den EU-Vertrag sei, ist die Liste Fritz überhaupt „unwählbar“. Irgendwie hat man da das Gefühl, Martin hat seine Nichtkandidatur bei der Nationalratswahl noch nicht ganz verwunden.


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