Old School

Kultur | Franz Schuh | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

PUBLIZISTIK Die Wiener Kritikerin Sigrid Löffler ist vor dem heimischen Journalismus nach Deutschland geflohen. Der von ihr geprägte Begriff „Verhaiderung“ trifft das Land und seine Medienlandschaft immer noch.

Ob die österreichische Politik in diesen Tagen vielleicht zu sich kommt, ihren Normalstatus (er-)findet oder doch nur Auswüchse erleidet – ich weiß es nicht, vermute aber das Erstere: Wir haben uns politisch gerade selbst eingeholt, und ich erinnere daran, dass Sigrid Löffler, als sie noch für das profil arbeitete, den Ausdruck „Verhaiderung“, betreffend die Verhältnisse im Lande, erfand. Mit Verhaiderung waren konkret die Angriffe Haiders und der Haider-Partei gemeint, die sich damals gegen Künstler richteten. Löffler konstatierte seinerzeit die Aktivierung aller kunstfeindlichen Ressentiments und die Ausbeutung aller antiintellektuellen Vorurteile, die von der Haider-Partei in regelrechten Künstlerdiffamierungskampagnen systematisch geschürt wurden – und


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