Ohren auf

Gold in Nischen

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 30/08 vom 23.07.2008

Music out of place“, antwortet Markus Detmer, wenn man ihn nach der einenden Stilklammer für die Platten seines Labels Staubgold (Ö-Vertrieb: Hoanzl) fragt. 1996 als Versand für experimentelle und elektronische Musik gegründet und 1998 zur Veröffentlichungsplattform erweitert, agiert Staubgold tatsächlich konsequent zwischen den Genrestühlen. Folk lässt das Berliner Label auf Electronica treffen, Postrock auf Neue Musik und digitale Experimente auf Pop. „Ich habe mich immer für Musik interessiert, die Grenzen überschreitet“, erklärte Detmer, als er vergangenen Herbst gemeinsam mit dem geistesverwandten Wiener Label Mosz zwei Abende im Rahmen des Festivals Wien Modern ausrichtete. „Mein Konzept hinter Staubgold ist es, künstlerisch wertvolle, authentische Musik abseits des Mainstreams zu veröffentlichen, wobei ich nie nur eine, sondern vielmehr alle Nischen besetzen wollte.“

Mit seinem eigenen Duo Klangwart betätigt sich der Labelmacher auch selbst als Nischenbesetzer.


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